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Nutzerfinanzierung


Seit ihrer Gründung begleitet die VIFG den Systemwechsel von einer steuerfinanzierten zu einer nutzerfinanzierten Verkehrsinfrastruktur. Die VIFG entwickelt moderne Konzepte im Bereich der Finanzierung, der Rechnungslegung und des Beschaffungssystems, um die vorhandenen Ansätze der Nutzerfinanzierung weiter voranzubringen. Beispielsweise werden sowohl einzelne Vergütungsmechanismen der Betreibermodelle weiterentwickelt als auch ganzheitliche Optimierungskonzepte wie das Kreislaufmodell konstruiert.

Der Begriff der Nutzerfinanzierung (NF) beschreibt ein System der Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur, in dem der Verkehrsteilnehmer für die Benutzung der Infrastruktur einen Preis zahlt. Bei der NF besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der in Anspruch genommenen Leistung und der Bezahlung des Preises.

Der Nutzer wird zum Kunden. Infrastrukturausgaben werden zu Investitionen.

Bei der Steuerfinanzierung von Infrastruktur wird dieser Sachzusammenhang durch den Haushalt getrennt. Der Nutzer bleibt Bittsteller und Infrastrukturausgaben sind Belastungen.

Die Weiterentwicklung der Nutzerfinanzierung besteht darin, folgende Prinzipien möglichst vollständig umzusetzen:

  • Prinzip Preis / Leistung
  • Prinzip Kunde
  • Prinzip Investition

Die Nutzerfinanzierung steht für eine Modernisierung des Beschaffungs- und Bewirtschaftungssystems der Verkehrsinfrastruktur. Beispielsweise sind dies der Beschaffungsprozess, die Rechnungslegung und auch die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur. Mit der Einführung der Lkw-Maut und der Gründung der VIFG wurden erste Schritte in Richtung einer Nutzerfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur unternommen.

Die VIFG begleitet die Umstellung von der Steuer- zur Nutzerfinanzierung.

Der Systemwechsel zu einer Nutzerfinanzierung führt zu einer effizienteren Bewirtschaftung und Beschaffung. Die bisherigen Beschaffungsprozesse setzen auf langfristige Infrastrukturinvestitionen seitens der öffentlichen Hand.

Folgende Herausforderungen bestehen zukünftig:

  • steigendes Verkehrsaufkommen erfordert Optimierung des Verkehrswegenetzes
  • demographischer Wandel bewirkt ungünstigen Haushalt
  • Auslaufen der Konjunkturprogramme im Jahr 2010 bewirkt Mittelknappheit
  • Schuldenbremse nimmt den Schutzschirm für Investitionen

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