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Verfügbarkeitsmodell A94 in Bayern


Das Verfügbarkeitsmodell A94 (AS Forstinning – AS Marktl)


Die Bundesautobahn A94 dient der Erschließung des südostbayerischen Raums. Mit dem Bau der BAB A94 sollen die dortigen Industriestandorte (Chemiedreieck) sowie das Bäderdreieck im Inntal an den Großraum München angebunden werden. Die zukünftige Gesamtlänge der vierstreifigen BAB A94 beträgt insgesamt rund 150 km und verbindet die Bundesautobahnen A99 bei München und A3 bei Passau. Damit soll die zweistreifige und seit langem überlastete, unfallträchtige Bundesstraße B12 vom Fernverkehr entlastet werden.

Die BAB A94 ist derzeit in einzelnen, nicht zusammenhängenden Abschnitten fertig gestellt. Nach dem Beginn im Stadtgebiet von München ist die BAB A94 mit dem Autobahnring (A99) verknüpft und verläuft dann bis zur Kreuzung mit der Staatsstraße 2331 bei Pastetten. Zwischen den Anschlussstellen B12 / St2084 (bei Heldenstein) und Burghausen (bei Marktl) ist das zweite Teilstück der BAB A94 bereits fertig ausgebaut. Östlich der Anschlussstelle (AS) Burghausen verläuft die Strecke bis zum zukünftigen Autobahnende östlich von Pocking derzeit 2-streifig auf einer Fahrbahn, überwiegend auf dem Bestand der B12.

Mit dem ÖPP-Projekt auf der BAB A94 erfolgt zwischen Pastetten und Heldenstein der Lückenschluss zwischen den bereits bestehenden Abschnitten. Der vierstreifige Neubauabschnitt ist ca. 33 km lang und umfasst auch die Erstellung von vier Anschlussstellen und zwei PWC-Anlagen (Parkplatz mit WC). Zusammen mit den bereits fertig ausgebauten Bestandsabschnitten zwischen Forstinning und Pastetten und zwischen Heldenstein und Marktl soll der neu gebaute Streckenabschnitt über den Projektzeitraum von 30 Jahren erhalten und betrieben werden. Die Gesamtlänge der Projektstrecke beträgt ca. 77 km.

Bei dem ÖPP-Projekt auf der BAB A94 handelt es sich um ein Verfügbarkeitsmodell. Beim Verfügbarkeitsmodell im Bundesfernstraßenbereich erhält der Auftragnehmer eine leistungsabhängige Vergütung. Diese kann bei eingeschränkter Verfügbarkeit (Fahrstreifen- oder Geschwindigkeitsreduktion) der Vertragsstrecke sowie bei Qualitätsmängeln entsprechend reduziert werden. Vertragsbeginn war der 01. Februar 2016.



Die Verkehrswirksamkeit des Projekts kann nur mit der gleichzeitigen Fertigstellung der Neubauabschnitte erreicht werden. Das nachgeordnete Straßennetz ist bei einem abschnittsweisen Bau nicht ausreichend leistungsfähig, den Verkehr der BAB A94 aufzunehmen. Eine Verkehrsfreigabe wird somit erst nach Abschluss der wesentlichen Bautätigkeiten auf allen Neubauabschnitten erfolgen und die Strecke danach durchgängig zwischen München und Malsch befahrbar sein.

[Quellen: BMVI und ABDSB]

 

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